Soziale Dienstleistungen im Bundesland Salzburg
LebensarbeitAproposSchmankerlTAO & ModeCircelJOP21SozialberatungBetreutes WohnenNotschlafstellen

Langzeitwohnen (LZW)

Die 29 Bewohner des Langzeitwohnen sind eine weitgehend homogene Gruppe, meist älterer Männer, die Mehrzahl davon mit einer Alkoholproblematik und damit verbundenem fortgeschrittenen körperlichen Abbau, wobei letzterer als ein fortschreitender Prozess zu sehen ist. Im speziellem findet in diesem Bereich vor allem eine Stabilisierung (des status quo) statt.

Trotz alledem gelingt es immer wieder den einen oder anderen Bewohner in eine Gemeindewohnung umzusiedeln bzw. gelingt es auch vereinzelt Personen (zumindest zeitlich begrenzt) in einen Arbeitsprozess einzubinden.

 

Langjährige Erfahrungen zeigen, dass vor allem aus langen Betreuungsverläufen sehr stabile und dauerhafte Wohnverhältnisse resultieren. Natürlich bedarf es auch hier meist einer einige Monate dauernden nachgehenden Begleitung/Betreuung durch die ehemaligen Betreuer. Ein loser Kontakt zu BetreuerInnen und Bewohnern ist noch viel länger aufrecht und wirkt sich für alle Beteiligten sehr positiv aus. Dies hat auch den Vorteil, dass bei eventuellen Krisen schnell und zielführend eingeschritten werden kann.

 

Die große Nachfrage nach Langzeitwohnplätzen konnte leider noch nie befriedigend gedeckt werden. In diesem Bereich sind aber auch neue, sehr differenzierte Bedürfnisse hinzugekommen, wie etwa jüngere, entwicklungsgeschädigte, eingeschränkt beziehungsfähige Personen. Bezüglich dieser stetig wachsenden Gruppe müssten zuerst reintegrative Maßnahmen in den Bereichen Wohnen und Arbeiten versucht werden und erst nachfolgend an eine langfristige stabilisierende Maßnahme gedacht werden, wobei diese vorrangig in Einzelwohnungen oder Wohngemeinschaften stattfinden sollte.

 

Die Bedürfnisse der Bewohner unterscheiden sich trotz aller Homogenität der Gruppe im Einzelnen jedoch sehr stark. Wir sehen es daher als unsere vorrangige Aufgabe, individuell auf die Anliegen der einzelnen Bewohner einzugehen und diese bei Bedarf zu unterstützen. Jeder Bewohner hat einen verantwortlichen Bezugsbetreuer bzw. eine Bezugsbetreuerin, der/ die auch für die Fallführung verantwortlich ist.

Unterstützen heißt für uns:

  • Konkrete Hilfestellungen bei der Alltagsbewältigung, z.B.: finanzielle Grundsicherung, Begleitung zu Ämtern und Ärzten, Soziotherapie (wie gestaltet man ein Zimmer, wie gestalte ich mir meine Lebenswelt) etc.
  • mit den vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten der einzelnen Bewohner zu arbeiten und diese zu fördern und zu fordern (aktivierender Zugang)
  • wertschätzender Umgang in jeder Hinsicht
  • einen geschützten Rahmen bieten
    Angebote für Freizeitgestaltung und Tagesstruktur

 

Beispiele für Tagesstrukturangebote im Langzeitwohnen:

  • Gartenprojekt in der Guggenmoosstraße: gemeinsames Anpflanzen; Pflege der Blumenbeete
  • Gemeinsame Mahlzeiten: zweimal pro Woche ein gemeinsames Frühstück, einmal pro Woche ein gemeinsames Mittagessen
  • Gemeinsame Feste: Weihnachten, Geburtstage
  • Gemeinsames Beisammensitzen: Kaffeetrinken, „offene Tür“

 

Im Langzeitwohnen ist auf Grund der Zusammensetzung der Bewohner (Alter, gesundheitliche und körperliche Defizite) oftmals auch eine Unterstützung bei der Reinigung der Zimmer notwendig, um einer drohenden Verwahrlosung vorzubeugen, wofür die Mitarbeiter unserer Wohn- und Liegenschaftsverwaltung zuständig sind.

Die Zuweisung zu den Wohnplätzen erfolgt über die Sozialberatung.

Breitenfelderstraße 49/2

5020 Salzburg

Tel. 0662 / 87 39 94

Fax 0662 / 87 39 94 - 40

Email an die Sozialberatung